Ein historischer Krimi im Prag der letzten Kriegstage zwischen politischer Überwachung, Widerstand und persönlicher Schuld.
Mit Sternstunde der Mörder zeigt CANAL+ ab dem 13. Februar exklusiv einen vierteiligen historischen Krimi, der in Prag in den letzten Monaten der Besatzung angesiedelt ist. Ein Mordfall legt politische und persönliche Konflikte offen, die weit über die eigentliche Ermittlung hinausreichen.
Ein Krimi vor dem Zusammenbruch eines Systems
Frühjahr 1945: Der militärische und politische Zusammenbruch des Dritten Reiches zeichnet sich ab. Luftalarme bestimmen den Alltag, die Front rückt näher, der Widerstand formiert sich. In dieser angespannten Situation wird Edith Baroness von Pommeren, die Witwe eines deutschen Wehrmachtgenerals, brutal ermordet. Dabei handelt es sich um ein Verbrechen mit erheblicher politischer Sprengkraft.
Der junge tschechische Ermittler Jan Morava übernimmt den Fall und wird dabei zur Zusammenarbeit mit dem deutschen Gestapo-Beamten Erwin Buback gezwungen. Offiziell sollen die Ermittlungen gemeinsam geführt werden. Inoffiziell verfolgt Buback jedoch noch einen zweiten Auftrag: Er soll herausfinden, wie tief die Prager Polizei bereits mit dem Widerstand gegen die deutschen Besatzer verstrickt ist.
Ermittlungen zwischen Wahrheitssuche und Überwachung
Was als Mordermittlung beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem gefährlichen Balanceakt. Morava und Buback jagen einen Täter, der gezielt Witwen ins Visier nimmt. Dabei geraten sie selbst immer mehr unter politischen Druck. Je näher das Kriegsende rückt, desto instabiler werden die Machtverhältnisse und desto größer wird die Gefahr, dass die Ermittlungen selbst Teil eines größeren Machtkampfes werden.
Sternstunde der Mörder erzählt diesen Fall nicht nur als Thriller, sondern auch als moralische Auseinandersetzung innerhalb eines Systems, das kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die Serie erzählt von Entscheidungen mit politischer Tragweite in einem Umfeld, in dem Vertrauen kaum noch möglich ist. Ein erzählerischer Ansatz, der insbesondere Fans von Babylon Berlin oder Der Pass ansprechen dürfte.
Persönliche Schicksale im Strudel der Geschichte
Parallel zu den Ermittlungen rücken die privaten Beziehungen der Figuren in den Fokus. Zwischen Morava und der Polizeisekretärin Jitka Modrá entsteht schon bald eine Beziehung, die weit über den beruflichen Kontext hinausgeht. Parallel dazu beginnt Buback eine Beziehung mit der Schauspielerin Marleen Baumann, die seine Überzeugungen ebenso infrage stellt wie seine Loyalität gegenüber dem Regime.
Die literarische Handschrift Pavel Kohouts
Die Serie basiert auf dem Roman Sternstunde der Mörder von Pavel Kohout, einem der international wohl bedeutendsten tschechischen Schriftsteller und Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Kohout wurde 1928 in Prag geboren und zählt zu den prägenden literarischen Stimmen Mitteleuropas.
Als engagierter Autor war Kohout am Prager Frühling 1968 beteiligt. Mit der Charta 77 wirkte er zudem an einem der wichtigsten oppositionellen Dokumente gegen das kommunistische Regime in der Tschechoslowakei mit. Als Folge dessen wurde er aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen, über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg zensiert und schließlich 1979 ausgebürgert. Seit 1980 ist Kohout österreichischer Staatsbürger und lebt heute in Prag und Wien.
Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderem Katyně (1978), Wo der Hund begraben liegt (1987) sowie Sternstunde der Mörder (1995). Für sein literarisches Schaffen wurde Kohout vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Seine Autobiografie Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel erschien 2010.
Prominent besetzt mit Nicholas Ofczarek, Gerhard Liebmann, Jonas Nay und Jeanette Hain
Sternstunde der Mörder ist eine Produktion der Zeitgeist Filmproduktion, Markus Kaatsch, Nina Poschinski und Michael Grudsky in Koproduktion mit Epo Film Austria von Jakob und Dieter Pochlatko, ARD Degeto Film, NDR, Servus TV, HR und CANAL+ Austria. Sie entstand in Kooperation mit Bravado Equity von Eric Welbers sowie Česká televize und wurde von FISA+ und dem RTR Fernsehfonds Austria gefördert. Der internationale Vertrieb liegt bei Intvition.
Regie führte Christopher Schier, das Drehbuch stammt von Klaus Burck und Florian Plumeyer. Die Produktion bringt zahlreiche deutsche, österreichische und tschechische Schauspielerinnen und Schauspieler zusammen. In den Hauptrollen zu sehen sind Nicholas Ofczarek (Der Pass, Kafka), Jonas Nay (Der Tätowierer von Auschwitz, Deutschland 83 - 89), Gerhard Liebmann (Eismayer, M - Eine Stadt sucht einen Mörder), Jeanette Hain (Davos, Werk ohne Autor), Devid Striesow (Im Westen nichts Neues) sowie Karol Dobrý (Carnival Row, Mission: Impossible).
Sendetermin
Sternstunde der Mörder ist ab dem 13. Februar 2026 mit insgesamt vier Folgen exklusiv in der CANAL+ App verfügbar. Die Serie wird darüber hinaus auch in den CANAL+ Ländern Niederlande, Belgien, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Rumänien gezeigt.
Screener werden auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt.
TRAILER